Aufbau und Funktion des Knorpels
Der Gelenkknorpel ist ein hyaliner Knorpel. Er ist glatt, glänzt und schimmer bläulich-weiß. Das liegt an dem hohen Wassergehalt, der bei ca. 65 - 80% liegt. Das Wasser kann über große Hyaloronmoleküle in einem Gitternetz gebunden und "festgehalten" werden.
Die Hauptaufgaben des Knorpels bestehen in der Reduktion von Gelenkerschütterungen und Dämpfung der Verletzungsgefahr der Knochen.
Ein gesunder Knorpel wirkt ähnlich, wie ein Schwamm zwischen den harten Enden der Knochen. Er kann Flüssigkeit aus dem Gelenk (sog. Synovia) aufnehmen, wenn sich das Gelenk in Ruhe befindet. Sobald jedoch Druck auf die Gelenkstruktur ausgeübt wird, entweicht diese wieder. Wird das Gelenk wieder entlastet, nimmt der Knorpel die Flüssigkeit wieder auf. Das geschieht auch bei normalen Bewegungsabläufen, wie dem einfachen Gehen. Über diesen Vorgang kann sich der Knorpel mit Nährstoffen aus der Gelenkflüssigkeit ernähren.
Mit der Zeit kann der Knorpel durch verschiedene Einflüsse und Faktoren austrockenen. Damit verliert der schützende Stoßdämpfer seine Wirksamkeit. Als Folge entsteht eine Arthrose des Gelenkes.
Ursachen für den Knorpelabbau sind u.a.:
- allgemein mangelnde Flüssigkeitszufuhr
- bei Fehlbelastungen
- bei genetisch bedingter Veränderung des Knorpels
- durch hohe und dauerhafte Druckbelastungen
- nach Unfällen
Dem Knorpel Hyaloron zurückgeben
Die zufuhr von Hyaloron kann auf verschiedene Weise erfolgen. In leichten Fällen einer Knorpelschädigung kann über eine Tabletten- oder Pulvereinnahme die Substanz zugeführt werden. Allerdings geht dabei immer ein Teil über den Verdauungstrakt verloren. Bei vorangeschrittenen Knorpelläsionenist die direkte Gabe von Hyaloronsäure in das betroffene Gelenk effektiver. Dies erfolgt über eine Injektion unter sterilen Bedingungen.
Der klinische Befund entscheidet über die Häufigkeit der medikamentösen Gabe. In den meisten Fällen sind zwischen 3-5 Injektionen notwendig. Eine Verlängerung der Therapie oder Wiederholung einer Behandlungsserie ist möglich.
