Wenn es für das Rückenmark eng wird...
spricht man von einer Spinalkanalstenose. Dieses Phänomen entsteht überwiegen durch degenerative Veränderungen und Knochenanbauten im Wirbelkanal. Das Maß der Enge bestimmt die Beschwerden. Zur Diagnostik ist ein bildgebendes Verfahren zwingend notwendig. Darüber hinaus sollte immer auch eine Vorstellung beim Neurologen erfolgen. Nur hier kann über messtechnische Methoden der Grad einer Nerven- oder Rückenmarksbeeinträchtigung ermittelt werden.
Eine weitere Form ist die Rezessusstenose, bei der eine Kompression einer einzelnen Nervenwurzel erfolgen kann. Diese kommt am häufigsten im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule vor. Wird direkt das Austrittsloch des Nerven knöchern eingeengt, nennt man dies eine Neuroforaminalstenose.
Therapieformen
Solange keine Schädigung einer nervalen Struktur vorliegt, ist die Indikation für eine konservative Therapie gegeben. Mit Hilfe einer speziellen Krankengymnastik, physikalischer Therapie sowie abschwellenden und schmerzlindernden Medikamenten kann der weiter fortschreitende degenerative Prozess aufgehalten werden. Sobald jedoch neurologische Ausfälle oder therapieresistente Schmerzen vorhanden sind, ist die Indikation für eine Operation gegeben.
