Restless leg-Syndrom bzw. Wittmaack-Ekbom-Syndrom
Diese Krankheit wurde 1685 zum ersten Mal beschrieben. 1861 benannte der deutsche Arzt Theodor Wittmaack die Krankheit nach ihren auffälligen Symptomen, den unruhigen Beinen. 1945 wurde die Bezeichnung "Restless Legs" von dem Stockholmer Neurologen geprägt. Es handelt sich um eine neurologische Erkrankung.
Symptome des RLS
Das RLS verursacht in den Zuständen der Ruhe bzw. Entspannung ein Ziehen, Spannen, Kribbeln oder Schmerzen in den Beinen oder Armen. Bevorzugt treten die Beschwerden am Abend oder in der Nacht auf. Die Betroffenen geben oft den Zeitraum von 22:00 Uhr bis 4:00 Uhr morgens an. Weitere Begleiterscheinungen sind Zuckungen während des Schlafens, häufige kurze Aufwachphasen in der Nacht, chronische Müdikeit und allgemeine Schlafstörungen.
Dieses kann in ausgeprägten Fällen zu einem Leistungsabfall, sozialer Isolation und häufigen Depressionen führen.
Die Ursache liegt in einer Störung des Dopaminstoffwechsels im Gehirn.
Diagnosestellung
Die Diagnose wird meistens vom Neurologen gestellt. Ein Medikamententest mit L-Dopamin oder Apomorphin würden im Fall des RLS-Syndroms sofort zu einer Beschwerdelinderung führen. In unklaren Fällen ist eine Schlafaufzeichnung im Schlaflabor notwendig.
Therapieformen
In vielen Fällen wird eine dauerhafte Medikamenteneinnahme verordnet. Oft muss nach einer gewissen Zeit die Dosis des Medikamentes erhöht werden, da ein Gewöhnungseffekt eintritt.
Alternativ kann eine Implantat-Akupunktur eingesetzt werden. Bei einem guten Ansprechen auf die Akupunkturnadeln, kann die medikamentöse Gabe wieder reduziert oder sogar komplett weggelassen werden. Dabei ist es nicht entscheidend, wie lange die Erkrankung bereits besteht.