Eine Beugekontraktur der Finger
In Deutschland leiden mehr als 100 000 Menschen an einem Morbus Dupuytren. Hierbei kommt es zu einer knotigen Veränderung und Strangbildung im Bereich der Hohlhand und Finger. Die genaue Ursache ist nicht bekannt. Histologisch findet sich eine vermehrte Kollagen II Produktion. Insgesamt verläuft die Erkrankung über mehrere Jahre. Der Patient bemerkt eine immer weiter fortschreitende Beugestellung einzelner Finger. Es besteht ein sog. Streckdefizit. Anfänglich sind kleine Knötchen in der Hohlhand tastbar. Später werden es derbe Stränge, begleitet von einer Einziehungen der Haut. Der Grad der Beugestellung der Finger wird in Stadien eingeteilt.
Therapieformen
Bisher war die Haupttherapie eine Operation, bei welcher das befallene Gewebe bis weit in den gesunden Bereich hinein entfernt wurde. Anders konnte das Fortschreiten der Erkrankung nicht aufgehalten werden.
Seit 2011 gibt es jedoch eine Alternative zur Operation. Durch eine gezielte Injektion einer mikrobiellen Collagenase kann das Kollagengewebe im Bereich der Kontrakturen aufgelöst werden. Die Therapie wird nur bei speziell dafür ausgebildeten Ärzten durchgeführt.
